über uns

 

Die Intermedialitätsforschung stellt einen breiten und in den Geisteswissenschaften mittlerweile fest verankerten interdisziplinären Diskurs dar (Eicher et al. 1994; Rajewsky 2002; Helbig 2009). Auch innerhalb der Musikwissenschaft fand eine explizite Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex statt (Cook 1989; Schnitzler et al. 2004) – nicht zuletzt, da hier besprochene ästhetische Phänomene wie das Musiktheater, Lieder und Songs oder Musikvideos häufig intermedial organisiert sind. In den letzten Jahren kam es besonders auch im deutschsprachigen Raum zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit intermedialen Beziehungen von Musik bzw. von Musikalischem. Auffallend hieran ist der stark interdisziplinär angelegte Charakter, wenn etwa dem Verhältnis von Musik und Literatur (Gess et al. 2017), Musik und Bild (Oy-Marra et al. 2018), Musik und Imagination (Grimshaw-Aagaard et al. 2019) oder Musik und Schrift (Ratzinger et al. 2020) nachgegangen wird. 


Aus unseren bisherigen Auseinandersetzungen mit dem Thema haben sich folgende Fragen ergeben, die sowohl die Produktions- als auch die Rezeptionsseite des Phänomens Intermedialität berücksichtigen: 

• Inwiefern wird die kommunikative Fähigkeit von Musik über  einen Dialog bzw. eine Synthese mit anderen Medien erweitert oder intensiviert? Wie wird Musik in ein intermediales Netzwerk gesetzt, welches organisierten Klang mit anderen Agenten in dynamische Beziehungen setzt? Welche Transformationsprozesse lassen sich hierbei beobachten? 

• Welche Wirkungen und Effekte gehen daraus hervor? 

• Ohr, Auge, Körper – in welches Verhältnis werden diese Domänen durch spezifische Medienarrangements bzw. -dispositive gesetzt, wie werden die Sinne bewirtschaftet und stimuliert? 

• Wie wird Intermedialität dabei als Verfahren, Prozess, ästhetisches Kalkül / Wirkungsstrategie und Mittel der Bedeutungskonstitution genutzt?


Robert blumenau

Robert studierte Osteuropawissenschaften an der FU Berlin und beschäftigte sich vertiefend mit der russischen und später sowjetischen Musikavantgarde sowie der Arbeit der Pioniere auf dem Gebiet der elektronischen Klangerzeugung. In seiner Masterarbeit widmete er sich dem Wirken Leon Theremins im zeit- und kunstgeschichtlichen Kontext. In seiner Freizeit führt Robert Klangexperimente mithilfe eigener elektroakustischer Konstruktionen durch. Er plant, diese in den öffentlichen Raum zu tragen. Beruflich ist er als wissenschaftlicher Redakteur an der Leopoldina in Halle (Saale) tätig.

Sandra bogdanovic

Sandra hat als diplomierte Musikethnologin noch Jazz & Modern Music Studies in Barcelona an der L’Aula de Musica Moderna (Teil des Berklee College of Music) absolviert. Zurzeit befindet sie sich in einem weiteren Masterstudium in Musikwissenschaft an der Humboldt Universität Berlin. Sie verfügt über vielfältige Erfahrungen aus pädagogischen Tätigkeiten, aus den Medien und der Musikindustrie. Ihr Forschungsinteresse liegt beim musikantropologischen Ansatz der Musikproduktion und Musiktechnologie.

jasmin goll

Jasmin Goll studiert im Master Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin mit den Schwerpunkten Musiktheater und Popular Music Studies. Davor hat sie den Bachelor Musiktheaterwissenschaft an der Universität Bayreuth absolviert. Sie interessiert sich besonders für Thematiken an der Schnittstelle von Musik- und Theaterwissenschaft. Ihre Interessensschwerpunkte sind (zeitgenössische) Inszenierungs- und Aufführungspraxis von Musiktheater, Stimme sowie musikbezogene Intermedialitätsforschung.  Daneben leitet sie im B. A. Musikwissenschaft der Humboldt-Universität musiktheaterbezogene Lehrveranstaltungen, ist journalistisch für DIE DEUTSCHE BÜHNE tätig, arbeitet als studentische Hilfskraft an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und ist Erste Vorsitzende von Almaviva e.V., einem Musiktheater-Netzwerk der Universität Bayreuth.

christopher klauke

Christopher Klauke studiert Musikwissenschaft im Master an der Humboldt-Universität zu Berlin mit den Schwerpunkten Transkulturelle Musikwissenschaft/Historische Anthropologie der Musik- und Popularmusikwissenschaft. Im Bachelor studierte er Musikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Zu seinen Interessen zählen medien- und kulturwissenschaftliche Zugänge (Berliner Schule) zu Musik- und Klangkulturen, epistemologische Dimensionen von Musik und ihren Wissenschaften, Materialität und agency von Klang in kulturspezifischen Situationen sowie die Historizität des Hörens. In seiner Master-Arbeit setzt er sich mit der Genese und Operativität der Kulturtechniken des Hörens und Messens in der Forschungsmaschine Berliner Phonogramm-Archiv auseinander. Daneben ist er in der klangbezogenen artistic research in Rahmen von Performance und Hörstück Projekten aktiv.

Antonia kölble

Antonia studiert Musikwissenschaft im Profil Transcultural Music Studies an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Ihr Forschungsinteresse liegt darin, Musik in ihrer Umwelt zu betrachten. Bisherige Forschungsschwerpunkte waren die kulturellen und ökologischen Kontexte von Musik und Musikinstrumenten, Instrumentenbau und Soundscape. Ihre Masterarbeit verfasste sie über die Klanglandschaft der oberrheinisch-alemannischen Fastnachtsumzüge.

tanja majboroda

Tania ist freie Wissenschaftlerin aus Kiev. In den Jahren 2017–2018 war sie als Archivmitarbeiterin im Dovzenko-Centre tätig und verabeitete mehrere Stummfilmen aus den 20-30er Jahren. Als Co-Organisatorin veranstaltete sie ein Filmfestival "Mute nights" (ein audiovisuell Perfomance "A Man and the Ape" 2018) und arbeitete parallel mit dem Filmmaterial in den Filmarchiven in Tbilisi (Geshäftsreisen).

pia-christin wolff

Pia ist Masterstudentin der Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihren Bachelor hat sie in Musikwissenschaft/Sound Studies und Medienwissenschaft an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn abgeschlossen. Ihre Forschungsinteressen sind musikalische Phänomene in (inter-)medialen Kontexten, Digitalisierung und Musik, feministische Musikwissenschaft und Genderforschung.

Elizaveta Willert

Elizaveta absolvierte im Jahr 2021 ihr Masterstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin zu dem Thema „Realisierung der Frauenbiografien in zeitgenössischen Hörspielen“. In den Jahren 2018/2019 unterrichtete sie am Institut für Musik- und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin in einem Q-Tutorium über die Vernetzungen in der weiblichen Musikgeschichte. Um die Abschlussergebnissen des Q-Tutoriums gemeinsam mit den Studierenden zu präsentieren, veranstaltete sie in Berlin eine Forschungsvernissage „Diva, Popstar, Fremde: Vernetzungen in der weiblichen Musik-geschichte“ und einen Abend mit einer Kunstpräsentation mit dem Titel „Frauen* Macht Stimmen!“ im Frauenzentrum „FRIEDA“. Zurzeit ist sie Mitarbeiterin in der Zweigbibliothek Musikwissenschaft HU Berlin und ist in dem DVSM-Vorstand aktiv. Im Jahr 2019 ist sie Mutter geworden.